Wo Weihnachten wohnt
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Wo Weihnachten wohnt
Sophies neueste Weihnachtsgeschichte 2025 ist eine Einladung zu einem ganz besonderen Weihnachtsfest , tief im nächtlichen Winterwald, voller Magie und Herzenswärme...
Leseprobe "Wo Weihnachten wohnt"
(...) Die Kinder hätten das, was dort, unter den uralten Tannen stand, nicht beschreiben können. Es erinnerte an ein großes Zirkuszelt. Seine gläsernen Wände spannten sich zwischen den Stämmen der Gruppe Jahrhunderte alter Bäume in ihrem Zentrum und liefen nach oben in eleganten Bögen spitz zu. Säulen aus Baumstämmen dienten als Stützbalken. Den Eingang bildete ein prachtvolles Tor, dessen zwei Flügeltüren einladend offenstanden. Wie das Gebäude, strahlend und funkelnd, dort auf der schneebedeckten Lichtung im silbernen Mondlicht stand, wirkte es, wie aus Eis erschaffen. Doch, untermalt vom leisen Murmeln zahlreicher Stimmen und seltsam sphärischen Klängen, hieß warmes Licht die Neuankömmlinge von drinnen willkommen.
Die Kinder blieben wie angewurzelt stehen. Sie konnten die Augen nicht von dem unwirklichen Glaspalast abwenden. Noël blinzelte ihnen zu und forderte sie auf: „Kommt mit!“ „Was - was ist das?“, stammelte Clara, und der Wichtel antwortete: „Wir feiern Weihnachten. Und Ihr seid herzlich eingeladen, mit uns zu feiern.“ Mit diesen Worten wollte er die Kinder in Richtung des gläsernen Festsaales ziehen. Doch Simon hielt ihn zurück und fragte vorsichtig: „Wer ist ‚wir‘?“ Diese Frage überraschte Noël. Er dachte einen Augenblick nach, bevor er antwortete: „Nun ja, wir alle eben. Die Bewohner des Waldes. Alt und jung, groß und klein, stark und schwach, vollkommen egal, ob hübsch anzusehen oder eher mit innerer Schönheit gesegnet. Alle gehören dazu, wie sie auch heißen, oder wo sie wohnen. Jeder ist eingeladen und herzlich willkommen. Und heute Nacht seid auch Ihr Teil unserer Gemeinschaft.“ Es klang selbstverständlich.
Noch immer konnten die Geschwister nicht glauben, was sie doch mit eigenen Augen sahen. Sie standen wie versteinert da und versuchten sich klarzumachen, dass sie nicht träumten.
In diesem Moment schossen die Irrlichter, die sich zu einem großen Schwarm zusammengeschlossen hatten, knapp über ihre Köpfe hinweg ins Innere des Glaszeltes. Die Kinder fuhren zusammen. Das löste ihre Starre. Endlich gaben sie Noëls Bemühungen, sie mit sich zu ziehen, nach und folgten ihm und der unerklärlichen Anziehungskraft dieses Ortes ins Innere des glänzenden Festsaales. (...)